TOMORROW NEVER KNOWS, MY ENEMIES XII MISTAKES – Split EP
11. Mrz. 2010 | von Sabrina
Band: TOMORROW NEVER KNOWS
Album: "Split EP"
Genre: Core
Spielzeit: 38:05
Release Date: 2006
Label: Eigenproduktion
Web: www.facebook.com/tnkcore
Bewertung: 6 bzw 8 / 10
Da flattert mir mal eine CD aus der Heimat ins Haus. Wie schön. Nun wäre es schon etwas seltsam, wenn ich behaupten würde die Bands nicht zu kennen. So groß ist Nienburg/Weser nicht. Wer jetzt denkt, ich wäre nicht der geeignetste Reviewer, dem sei gesagt, dass ich eigentlich kein “Core” höre. Sollte sich also ausgleichen.
Fangen wir mit den ersten fünf Stücken der Split-CD an. Diese sind von den “Emos” MY ENEMIES 12 MISTAKES. Zu den 12 Fehlern gehört zunächst mal das Cover. So pseudohomosexuell, emo, dämlich und kindisch kann man doch gar nicht in die Kamera schauen. Aber ein niedliches Eichhörnchen ist mit drauf. Schmeißt man jetzt die CD an, kann man feststellen, dass es sich bei der Mucke eher um Punk der Richtung BLINK 182, NO-FX oder ähnlichen US-Bands handelt. Dort hinein integriert man dann die Shouts von Sänger Wessel um dem Ganzen ein wenig Emo zu geben. Damit sind wir dann auch schon bei meinem Hauptkritikpunkt der ansonsten erstaunlich guten Scheibe: Die Screams wirken meist fehl am Platze. Besonders auch die “Gangvocals”, die irgendwie wie ein schlechter Versuch wirken, dem Ganzen Härte zu verleihen. So zu hören bei “Wrong Turn”. Das hätte man doch besser mit heftigeren Riffs kombinieren sollen. Dem meist fluffig, aber musikalisch schon guten Punkrock stehen die Screams nicht so gut zu Gesicht. Ansonsten haben wir es hier mit einer sehr abwechslungsreichen Scheibe zu tun, die musikalisch zwischen besagten US-Punks, einem Hauch THERAPY? (“I Still Hear Your Words”), etlichen Emo-Bands und Musikstudenten auf Beck’s Bier liegt. Kann man haben, ist aber sicher für Scheitelträger eher zu empfehlen als für Metalköppe.
Dagegen kommen mir TOMORROW NEVER KNOWS schon eher entgegen. Hier handelt es sich um relativ typischen Metalcore ohne viel Schnickschnack und mit der üblichen Prise Schweden. Klingen doch die Vocals manchmal schon nach Tompa (AT THE GATES und viele mehr). Ansonsten gibt es hier nichts wirklich Besonderes, aber das in einer ziemlich guten Qualität. Die Riffs knallen, haben ihren Mosh-Effekt und wirken dabei nicht langweilig oder stumpf. Ein Problem, das in diesem Sektor ja nicht wenige Bands haben. Die Melodielinien wissen auch zu überzeugen, und so muss ich sagen, dass TNK ihre Vorgänger ME12M doch an die Wand spielen. Kritik kann man an den cleanen Gesangspassagen von Floppy äußern. Diese mit Effekten veredelten Zwischenrufe bei “Under Our Dying Moon” passen zwar ins Konzept, sind aber insgesamt irgendwie fehl am Platze. Im Gegensatz zu der akustischen Passage, die in einem typischen Melodeath-Riff endet. Sehr schön. Kann ich empfehlen. So, genug geschwafelt. Fazit: Wer Emo mag und nicht auf den 3-Akkorde-Kinderscheitelshit steht, der hört in den ersten Teil rein. Wer Metalcore mag in den Zweiten. Sind beides nur Eigenproduktionen, aber trotzdem zu empfehlen. Deswegen 6 Punkte für die Bengels mit den 12 Fehlern und 8 für den unwissenden Morgen.
(Zwiebel)












[...] Breaks und Clean-Passagen ergänzt wurden. Zu hören ist dieses auf der im Jahre 2006 aufgenommen Split-EP (mit MY ENEMIES XII MISTAKES) (Review), welche im Nienburger STUDIO 48 aufgenommen wurde. 2007 veröffentlichten TOMORROW NEVER KNOWS den [...]
[...] dazu verfügbar sind werden wir euch natürlich informieren. Solange könnt ihr unser Review zur Split-EP mit MY ENEMIES XII MISTAKES lesen. Immerhin haben sich TOMORROW NEVER KNOWS länger gehalten als ihre Kollegen, die sich in der [...]