SNIPER – Plasmodium EP
24. Mrz. 2010 | von Sabrina
Nach einer Demo und zwei Alben gibt es nun die erste EP aus dem Hause SNIPER. Mittlerweile alles andere als unbekannt, folgt die Band in Sachen Vertrieb nun berühmten Vorläufern wie Trent Reznor mit NINE INCH NAILS, denn “Plasmodium”gibt es vollkommen umsonst auf der Band-eigenen Homepage. Dementsprechend fällt ein Preis-Leistungs-Verhältnis quasi vollkommen aus.
Die Playlist umfasst vier Songs und eine Gesamtspielzeit von 16 Minuten. Die Viertelstunde ist gut investiert, aggressiver moderner Thrash ohne viel Schnörkel. Der Titelsong zeigt gleich zu Anfang wo es lang geht: Akustik-Sadismus trifft gelegentlich auf Clean-Vocals. Diese Mischung kann einem gefallen oder nicht, allerdings ist der Klar-Gesang recht eintönig und hätte nicht bei jedem Song sein müssen, oftmals nimmt er ein gutes Stück Authentik, was dem Gesamteindruck nicht gut tut. Im vorletzten Song “Darkness Descends” geht das Wechsel-Gesangs-Konzept auf, aber auch hier fehlt es dem ganzen an Druck.
SNIPER machen guten Thrash, der gerne mal bei DEW SCENTED vorbei schaut, allerdings sollte man an den Clean Vocals etwas arbeiten oder sie eventuell ganz weglassen. Die EP soll ein Vorgeschmack auf das kommende Album ”To The Marrow”sein, dementsprechend hört man hier wahrscheinlich nicht die endgültigen Versionen. Das Warten auf das neue Album wird sich, “Plasmodium” zufolge, lohnen, zumal sich andere Bands an SNIPER ein Beispiel nehmen könnten, denn entweder stehen EPs für sich alleine oder kosten fast so viel wie ein komplettes Album. Die Devise lautet: runterladen und genießen!













