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GALSKAP – Kleriker Des Wahnsinns

29. Jun. 2011 | von
galskap-klerikerdeswahnsinns-cover-artwork

Band: GALSKAP
Album:
"Kleriker des Wahnsinns"
Genre: Black Metal
Spielzeit: 69:65
Release Date: 31.12.2010
Label: Silenced Soul Records
Web:
Bewertung: 6,5 / 10

01) Katharsis 3331
02) Es0
3) Cekhn
04) 451° F
05) Gottverreckte Straßen Bremens
06) Und Sarissa weinte...
07) Hexenschuss
08) Forge the Throne
09) Age of Storms


Rotziger Szene-Black Metal aus der Hansestadt!

GALSKAP dürfte vielen Bremern ein Begriff sein, denn mitlerweile hauen die vier Knaben schon ihr zweites Album raus. Seit 2003 ist die Truppe schon ein fester Bestandteil der Bremer Black Metal-Szene. Nun nehmen wir das neueste Stück “Kleriker des Wahnsinns” mal genauer unter die Lupe.
Gleich zu Beginn dominiert mit “Katharsis 3331″ ein rotziger, schleppender und harter Sound das Gehörte. Wie der Titel schon andeutet, wird eine leicht endzeitliche Atmosphäre erschaffen. Das gefällt auf Anhieb! Der zweite Reißer heißt “Es” und besticht durch seinen aggressiven Text, der mit einem ebenso fetzigen Riff kombiniert ist. Auch hier wird technisch nicht viel verkehrt gemacht. Die Titel sind darüber hinaus sehr lang, was bei dem Hörvermögen allerdings weniger stört.
Mit “Cekhn” wird das Album etwas melodischer, bleibt aber dennoch auf sehr hartem Niveau. Einziger Nachteil: der Text ist auf russisch und ich konnte bisher keine Übersetzung finden. Das schmälert aber den spielerischen Variantenreichtum nicht. Die düstere Stimmung bleibt bisher eingängig in allen Titeln enthalten. Auch in “451° F”, dem kürzesten Werk von “Kleriker des Wahnsinns“, sind weiterhin stampfende Rhythmen und langatmige Saitenklänge zu vernehmen. Dabei ist der raue Ton von Schreihals Grimmschlag in Kombination mit den starken Lyrics wirklich ansprechend.
“Gottverreckte Straßen Bremens” lautet der Name von Song fünf. Wie der Name schon sagt, geht es in dem Text um Bremen. Und wie der Name auch sagt, ist nicht alles, was gesungen wird positiv. Positiv ist dafür aber die Musik und das Zusammenspiel. Trotz geringer Abwechslung entwickelt sich dieser Titel zum Höhepunkt des zweiten GALSKAP-Silberlings.
Dann folgt ein langsamerer, verspielter Song namens „Und Sarissa weinte…“. Sehr melodische Riffs und der übliche Maschinengewehr-Sound machen auch diesen Titel zu einer durchaus gelungenen Nummer. Ähnlich geht es auch im Nachfolger „Hexenschuss“ weiter, wobei hier wieder sehr bösartige Gitarren zu Werke sind. Allgemein schließt sich der siebte von neun Titeln an den rotzigen Rest an.
„Forge the Throne“ klingt stellenweise recht nach gothenburgischem Death Metal und ist dementsprechend etwas anders gestrickt als für GALSKAP üblich. Dem Geschredder tut das aber nichts. Der letzte Titel „Age of Storms“ macht seinem Namen alle Ehre, denn hier warten schnelle Beats und stürmerische Gitarren auf den Hörer. In dem viertelstündigen Stück ist auch noch ein Bonustrack enthalten, der sich qualitativ an dem zuvor Gehörten anschließt.
Letztendlich kann man bei „Kleriker des Wahnsinns“ von einem eingängigen, harten Album sprechen, das im Gesamtbild zwar etwas abwechslungsarm aber dennoch gelungen ist. GALSKAP haben die Scheibe mit knapp 70 Minuten vollgepackt, so bekommt man als Konsument auch ordentlich was geboten. Wenn die Jungs mit diesem aggressiven Sound und ähnlicher Technik weitermachen, dann kann man sich schon auf die nächste Platte freuen!


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