CTULU – Sarkomand
15. Jul. 2011 | von Sabrina
Der zweite Longplayer der Delmenhorster Black Metal-Fraktion legt ein ordentliches Tempo vor. Midtempo findet hier eher weniger statt, die Geschwindigkeitskurve bleibt relativ konstant im oberen Bereich. Für den Gesang haben sich die Lovecraft-Fans einen gewissen Rolf Quast geholt, den wir bereits von LUNAR ECLIPSE und RIOT INSTINCT kennen. Hier zeigt er seine Black Metal-Seite, die sich mittels deutscher Lyrics in rhythmischen Versen stilecht durchsetzen kann.
Die musikalische Grundausrichtung ist prinzipiell traditioneller Black Metal schwedischer Natur, wobei melodische Lead-Gitarren eine tragende Rolle spielen. Was die Texte betrifft, können wir uns denken, dass nicht Hass und Hetze Thema sind, sondern dass vielmehr die klassische, alptraumhafte Horror-Literatur von H.P. Lovecraft die Lyrics dominiert. Die Produktion ist differenziert, aber roh geraten, dies sei mal ganz wertfrei nebenbei angemerkt. Bemerkenswert ist auch das ziemlich geile Cover, das wie gemalt wirkt, ist es ja vielleicht auch!
“Sarkomand” ist ein ausgereiftes und handwerklich absolut gelungenes Album, das mächtig vom Leder zieht und Atmosphäre bietet. Was noch fehlt, zeigen CTULU selber auf, und zwar mit dem Titelstück “Sarkomand”: Hier bringen schon ein paar dramatische, gut eingesetzte Priester-Chöre das gewisse Etwas und machen das Stück somit zum Highlight des Albums.
Ansonsten befindet sich das Album songwriterisch auf einem durchgängig guten Level, nur das eine oder andere Gimmick oder ein wenig mehr Dynamik würde ich mir zur Abwechslung eben noch wünschen. Vor dem Schlusstrack befindet sich immerhin ein hübsches Piano-Intro. Aber ich meckere hier wohl auf hohem Niveau; ich kann nur jedem Genre-Fan meine Empfehlung für die Scheibe aussprechen, denn letztlich ist CTULU hier ein grundsolider Wurf gelungen und eine Weiterentwicklung zum Vorgänger-Album ”Freie Geister” in jedem Falle.
Schönes Zweitwerk der Delmenhorster Schwarz-Metaller.














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