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BATTUE – Deathinfection

13. Okt. 2010 | von
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Band: BATTUE
Album:
"Deathinfection"
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 23:45
Release Date: 24.07.2010
Label: Eigenproduktion
Web:
Bewertung: 7 / 10


Ansteckung wird dringend angeraten!

Was haben wir denn hier für einen Patienten? Klein, rund, nette Hülle die an die Pfade der Toten bei Herr der Ringe erinnert. Zur Diagnose wird, laut Beipackzettel, die ohrrale aufnahme empfohlen, allerdings wird zur Vorsicht aufgerufen, da man leicht zu den „Infecdead“ gehören kann, sobald das nette, düstere Intro zuende ist und die ersten thrashigen Riffs aus den Boxen strömen. Das EKG schlägt an, wenn die keifige Stimme von Sänger Gerrit ertönt. Hier wird schon klar, dass die Infektion zu den Hartgesotteneren zählt.

Unter einer Infektion (lat. īnficiō → „hineintun“, „vergiften“), umgangssprachlich „Ansteckung“, versteht man das aktive oder passive Eindringen, Anhaften und anschließende Vermehren von Organismen in ein System, meistens konkreter von Krankheitserregern in einen Wirt (Makro-Organismus). Das absichtliche und unbeabsichtigte Einbringen von Mikroorganismen in ein Nährmedium wird ebenfalls als Infizieren bezeichnet (Quelle: wikipedia).

Als passiv kann man das Eindringen von BATTUE nicht gerade bezeichnen. Wenn „One Shot – Last Fault“ aus den Boxen kommt ist der Mechanismus der Ansteckung durchaus zu den aktiven zu zählen. Die ebenfalls eher im Thrash anzusiedelnden Riffs wechseln sich mit Death-lastigen Knüppeleien ab, die wiederum von einem Gesang zwischen Black, Thrash und Death begleitet werden. Mit dem ruhigeren Song, wenn man bei einem so rasend dahinschreitenden Krankheitsbild davon sprechen kann, „Destination Hell“, wird dem Patienten schon klar gemacht, dass diese Ansteckung mit dem Tod enden wird. Gerade im „Galopp“-Teil erahnt man schon Gevatter Tod auf seinem schwarzen Hengst. Dieser Tod tritt im späteren Verlauf der Infektion auch ein und führt „To The Fall“. Hier wird klar warum ein „Death“ nach dem „Thrash“ auf dem Beipackzettel steht. Es wird härter und klingt mehr wie eine aus Florida eingeschleppte Schwedenkrankheit. Die Riffs sind tiefer und groven ein bisschen mehr. Das ganze wird bei „Mr. Torture“ wieder aufgelöst, dem Höhepunkt des Verlaufs kurz vor dem Exitus. Dieses Stadium der Ansteckung sei auch meinen verehrten Leser sehr ans Herz gelegt. Gegen Ende des 23:45 langen Ansteckungsprozesses wird dann auch noch der Mitgröhlmuskel bedient. Der eingängige Refrain von „Dawn of Night“ lädt zum Mitsingen ein, bevor es in ein lethales Stadium der Stille übergeht und man feststellt, dass man eine „Deathinfection“ davongetragen hat. Einziges Gegenmittel scheint das zu häufige Hören des Albums zu sein, was leider an einigen Stellen etwas fade wirkt. Alternativ bleibt nur Haare schneiden und Totenköpfe mit Kirschen tätowieren lassen. Im kritischen Stadium erreicht diese Infektion eine 7 auf der Virulenzskala.


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