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25.04.2011: Gamma Ray & Mob Rules, Bremen

27. Apr. 2011 | von


gammaray-bremen-213x300Normalerweise sieht man auf Konzerten alles mögliche an T-Shirts, meist vielleicht von genreverwandten Bands, insgesamt aber eine recht große Auswahl. Auf GAMMA RAY-Konzerte scheinen Fans nur in GAMMA RAY-Shirts zu gehen – das war das erste, was beim Betreten des Tivolis am Montag Abend auffiel. Direkt danach fiel aber ins Auge, wie leer es war. Dafür, dass mit MOB RULES und GAMMA RAY zwei bekannte Bands spielten, für die es eigentlich fast ein Heimspiel war, hatten erstaunlich wenig Besucher den Weg nach Bremen und zum Konzert gefunden, sodass vielleicht 250 bis 300 Zuschauer gekommen waren.

MOB RULES eröffneten. Die True/Power Metal-Band um Sänger Klaus Dirks hatte mit dem Sound zu kämpfen, der offen gesprochen grausam war. Dennoch überzeugte vor allem der angesprochene Sänger durch Spielfreude, auch dem Bassisten sah man die Lust an. Der Rest der Band blieb gegen das Duo, das sich zumeist am Bühnenrand aufhielt, leider relativ blass. Musikalisch waren MOB RULES sicher, spielten einiges vom immer noch aktuellen Release “Radical Peace” (2009) und erlaubten sich keine größeren Schnitzer. Die Band spielte weniger als eine Stunde und machte bald die Bühne für den Headliner des Abends, GAMMA RAY, frei.

Bei GAMMA RAY blieb zumindest eines gleich: der Sound. Obwohl sich die Hamburger eine gefühlte Ewigkeit Zeit zum Line-Check nahmen, konnte das Ergebnis das Publikum nicht zufriedenstellen. Auf der Bühne klang es nach Aussage der Musiker aber auch nicht besser.
Im Rahmen der angekündigten ”Skeletons And Majesties”-Tour hatten GAMMA RAY versprochen, Aktuelles mit Altem, Hits mit Raritäten und Strom- mit Akustikgitarren zu mischen. In der zweieinhalbstündigen Show wurde auch genau das getan: Den Klassiker “Rebellion In Dreamland” beispielsweise spielte man sitzend, stehend “Hold Your Ground” von der 1989er Scheibe ”Heading For Tomorrow“, als Ralf Scheepers noch am Mikrofon und Kai Hansen lediglich an der Gitarre zu finden war. Bei den beiden Shows in Bochum und Pratteln, wenn GAMMA RAY ihre Tour-DVD aufnehmen, wird SCHEEPERS dabei sein – nach Bremen schaffte er es leider nicht.
Wie MOB RULES kann man auch GAMMA RAY spielerisch nichts vorwerfen. Hinzu kommt die unterhalterische Qualität von Kai Hansen, der während der Ansagen mit dem Publikum Gespräche führte, scherzte und stellenweise mit einer Selbstzufriedenheit auf der Bühne stand, die auf eine sympathische Weise an Helge Schneider erinnerte. GAMMA RAY spielten natürlich “Gamma Ray” und, als zweite Zugabe, das HELLOWEEN-Cover “Future World”. Auch hier selbstverständlich: Das Publikum durfte minutenlang mit der Band den Refrain singen und war nie laut genug.

Setlist GAMMA RAY:
Anywhere in the Galaxy
Men, Martians and Machines
The Spirit
Wings of Destiny
Farewell
Gamma Ray
Money
Time to Break Free
Rebellion in Dreamland (Akustik)
Send Me a Sign (Akustik)
Dethrone Tyranny
Watcher in the Sky
A While In Dreamland
Hold Your Ground
Rise
Brothers

Zugabe:
Insurrection
Zugabe 2:
Future World (HELLOWEEN-Cover)

Alles in allem verpassten Nicht-Anwesende ein tolles Konzert von zwei Bands, die es zu selten aus dem heimischen Wohnzimmer heraus schaffen. Sollten nach einigen Festivals und der erfolgreich veröffentlichten Live-DVD GAMMA RAY tatsächlich ihre Drohung einer Europa-Tour im Herbst wahr machen, kann man nur hoffen die gealterten Jungs wieder in Bremen erleben zu können. Mit MOB RULES als Support!

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