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22.03.2012: HELLSONGS, Tower Bremen

6. Apr. 2012 | von


Die Fotos von HELLSONGS-Konzert findet ihr bei metal4.de!

sara-noniIch war selten so spontan als Schreiberling auf einem Konzert und auch selten so schlecht vorbereitet. Immerhin hatten fünf Minuten Google ergeben, dass HELLSONGS aus drei Schweden besteht, die Metal-Songs im Lounge Stile covern und der Support SARA NONI eine kanadische Folksängerin ist, die den kanadischen Musikpreis gewonnen hat. Das kann ja heiter werden. Kaum im Tower angekommen schleicht auch schon eine Dame auf die Bühne, stellt sich mit sehr ruhiger Stimme als SARA NONI vor, spielt für sich selbst ein paar Samples ein und spielt einen sehr ruhigen Song. Technisch ist das dargebotene einwandfrei und die häufig eingesetzten Samples werden fast ausschliesslich von ihr während der Songs aufgenommen und in Schleife gespielt. Musikalisch irgendwo zwischen Folk, Soul, Minimal und TENACIOUS D angesiedelt bezaubert Frau Noni mit ihrer Stimme (erinnert mich ein wenig an TORI AMOS). Nach etwa 30 Minuten verabschiedet sich die Solokünstlerin genauso ruhig wie sie gekommen ist. Ein wenig Show und mehr Feuer hätte sicher nicht geschadet, aber allgemein kein schlechter Start.

hellsongs-bremenDanach sind die Schweden dran. Ein langer Lulatsch in Anzug und mit Gitarre, eine kleine Elfe in grünem Kleid mit rot glizernden Schuhen und ein Wikinger Beach Boy am Keyboard betreten die Bühne, machen eine witzige Ansage und spielen IRON MAIDENs “The Trooper” in einer so ruhigen und minimalistischen Version, dass selbst die anwesenden Langhaarigen nur sporadisch mitsingen. Aber dennoch glückt der Einstieg, das Publikum klatsch begeistert und schunkelt zur Lounge Mucke. RONNY JAME DIOs “Stand Up And Shout” bedarf es noch, aber spätestens bei “Seek And Destroy” in einer sehr fröhlich swingigen Variation bricht das Eis. Die Leute gehen ab und feiern die witzigen und politisch motivierten Ansagen von Sänger Kalle. Für mich wird das Ganze zu einer Quiz-Nacht, da Lieder wie “The Evil That Men Do” und “Walk” ohne Ansage gespielt werden und in den rockig, funkigen Versionen kaum zu erkennen sind. Musikalisch ist das Gebotene auf jeden Fall klasse. Grade am Keyboard wird von Johan Bringhed einiges dargeboten, der fast jeden Song mit einem progressiven Solo veredelt. Auch BLACK SABBATH müssen an diesem Abend dran glauben und so werden “War Pigs” und “Paranoid” in fast schon doomiger Manier dargeboten. Bevor dann der “schnellste Band auf die Welt” Tribut geboten wird und SLAYERs “Skeletons Of Society” ertönt. “Sin City” und “10.000 Lovers” bilden den Schluss des regulären Sets, aber die drei Schweden lassen sich von den ca. 100 Leuten wieder auf die Bühne klatschen. Ein Statement für die Homosexualität und “We’re Not Gonna Take It” ertönt, bevor die Menge mit einer sehr coolen Version von “Symphony Of Destruction” verabschiedet wird. Durchaus gutes Entertainment, wenn ich auch manchmal ein bisschen das Gaspedal vermisst habe. Trotzdem sollte man sich den einen oder anderen Klassiker mal im Gewand von HELLSONGS anhören.

Setlist HELLSONGS:

1. The Trooper
2. Stand Up And Shout
3. Seek And Destroy
4. The Evil That Men Do
5. War Pigs
6. Schools Out
7. Walk
8. Paranoid
9. Youth Gone Wild
10. Skeletons Of Society
11. Sin City
12. 10.000 Lovers
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13. We’re Not Gonna Take It
14. Symphony Of Destruction

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