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Reload Festival

18.10.2011, AMON AMARTH, Bremen

1. Nov. 2011 | von

Dong Open Air

amon-amarth-bremenIn Bremen entwickelt sich langsam aber sicher wirklich etwas in Sachen Metal. Haben vor ein paar Monaten noch SABATON das Tivoli zum Kochen gebracht und CRIPPER die MS Treue in der Weser versenkt, war es bereits wenige Tage später Zeit für ein absolutes Death Metal-Highlight im Aladin: die schwedischen Wikinger AMON AMARTH warfen ihre Anker in die Weser und zogen die einheimischen Metaljünger ins Aladin. Obwohl bereits um 19 Uhr Einlass war, erwartete mich bei der Ankunft am Aladin um 19.45 Uhr noch eine lange Schlange am Eingang. Dieser Umstand war nach dem Betreten der Location fast noch erstaunlicher, wenn man gesehen hat, wie viele Leute bereits auf den Beginn des Konzerts warteten.

Nachdem ich mich durch die ersten Massen an Leuten durchgedrängelt hatte fingen auch schon SEPTIC FLESH an, das Publikum einzuheizen. Mit ihrem aktuellen Album „The Great Mass“ im Gepäck wussten die Griechen durchaus zu überzeugen und sorgten bereits nach wenigen Minuten für fliegende Haarmähnen vor der Bühne und für emporgestreckte Fäuste. Kurzum: Der Auftritt war gut und die Band hat ihre Aufgabe als Anheizer gut erfüllt.

Als nächstes wurde es Zeit für AS I LAY DYING! War es mir bislang nicht vergönnt die Band live zu sehen und hatte ich bislang auch noch nicht so sonderlich viele Songs von den Amis gehört, war ich doch gespannt auf den Auftritt, da ich bislang nur Gutes über ihre Auftritte gehört hatte. Und schon nach wenigen Augenblicken wusste ich, warum. Die Band war sehr gut drauf und konnte nach Belieben mit dem Publikum spielen. Ziemlich schnell bekam ich den Eindruck, also ob sich Sänger Tim Lambesis mit seinen Vocals ein wenig an die restlichen Bands des Konzerts angepasst hat, klangen seine Vocals doch deutlich mehr nach Death Metal als nach Metalcore.  Respekt! Und nicht nur deshalb sorgten AS I LAY DYING für einen gelungenen Auftritt, der  das Publikum endgültig auf die richtige Betriebstemperatur brachte.

Nach der Umbaupause brauchte es dann auch nur einen kleinen Funken, um das Publikum zur Explosion zu bringen: Dieser Funke war das Intro zu „War Of Gods“, dem Opener von AMON AMARTHS aktuellem Album „Surtur Rising“. Ab da war es um das Bremer Publikum geschehen und es wurde jeder Song abgefeiert.  Die absoluten Highlights waren „Pursuit Of Vikings“ und das alles überragende „Death in Fire“, die das Aladin mehr als nur zum Überkochen brachten. Leider hatten die Schweden zwischenzeitig mit leichten technischen Problemen zu kämpfen, so dass sie gezwungen waren, “Free Will Sacrifice“ vorzeitig zu beenden und auch beim darauffolgenden „Asator“ gab es technische Probleme an der Gitarre. Nunja, sowas kann passieren. Aber nicht nur diese kleineren Probleme machten den Auftritt zu einer leichten Enttäuschung. Auch die Setlist ließ für meinen Geschmack einige Wünsche übrig. Selbstverständlich ist es normal, auf einer Tour das aktuelle Album zu promoten, jedoch kann man das auch übertreiben. Alleine 6 Songs von „Surtur Rising“ fanden den Weg in die Setlist. AMON AMARTH verfügen mittlerweile über eine Diskografie von insgesamt 8 Alben und wenn dann  von 16 Songs alleine 10 Tracks von den letzten beiden Alben stammen, ist das für mich keine gute Songauswahl. Insbesondere wenn man bedenkt, dass „The Avenger“ und „The Crusher“ gar nicht berücksichtigt wurden und es vom ersten Album „Once Sent From The Golden Hall“ lediglich „Ride For Vengeance“ auf die Ohren gab. Das bedeutet, dass mit „Victorious March“ auch einer der absoluten AMON AMARTH Klassiker in der Setlist fehlte.  Nichtsdestotrotz war es definitiv kein schlechter Auftritt und Frontmann Johann Hegg versprach, nach Bremen zurück zu kommen. Wir sind gespannt!

 

Setlist AMON AMARTH:

War Of The Gods
Runes To My Memory
Destroyer Of The Universe
Live Without Regrets
Pursuit Of Vikings
For Victory Or Death
Versus The World
Slaves Of Fear
Ride For Vengeance
A Beast Am I
Embrace Of The Endless Ocean
Free Will Sacrifice
Asator
Death In Fire

Zugaben:
Twilight Of The Thundergod
Guardians Of Asgaard

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