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14.04.2012: HACKNEYED, Aurich

16. Apr. 2012 | von


hackneyed-schlachtfest-aurich-2012Im kargen Ostfriesland gab´s am Wochenende auf die Mütze: Das JUZ Schlachthof in Aurich wurde zur Austragungsstätte des Schlachtfests, das Line-Up bestand aus den Bremerhavenern MORBID TALES, den Lokalhelden TOFORGIVE und HACKNEYED als Headliner die, das sei vorweg gesagt, ihrem Slot mehr als gerecht wurden. Da waren dann auch die insgesamt drei Stunden Fahrt und der Blitzer am Ortsausgang von Aurich zu verschmerzen.

Mit einiger Verspätung, die aber, das wurde vom Veranstalter versichert, in Ostfriesland üblich ist begann das Spektakel. MORBID TALES eröffneten mit einem Set aus neuen Songs des Albums “Planet Death” (Review) und alten Klassikern, beispielsweise vom Vorgänger “Psychotic Mind Dance” oder der EP “Come Inside”. Insgesamt war es eine gute Show, die auch mit den traditionellen Schwierigkeiten eines Openers umgehen konnte. Der Sänger Michael Köster ist eine echte Frontsau, und auch der Rest der Band moshte eifrig mit. Dass der Funke nicht so recht überspringen wollte lag sicherlich neben der Position an den wenig sommerlichen Temperaturen – der Sound war bis auf die letzten paar Songs gut.

Nach kurzer Umbaupause betraten TOFORGIVE die Bühne. Musikalisch sind die fünf Musiker aus der “Stadt mit nur einem Buchstaben” (Otto) weit unmelodischer unterwegs als ihre Vorgänger, das Stage-Acting kann sich dennoch sehen lassen. TOFORGIVE verbraten in ihren Songs zwar durchaus gute Ideen, diese reichen aber nur für wenige Stücke. Für ein gesamtes Set sind die Eiinfälle allerdings zu wenige, und so wird es nach dem dritten Song leider langweilig. Kann auch der vierte gewesen sein. Dem Publikum war das allerdings reichlich egal, vor der Bühne war weit mehr los als bei MORBID TALES und immerhin gingen TOFORGIVE vom Härtegrad deutlich mehr in Richtung  Headliner. Auf den warteten die Fans dann nach dem Ende des Sets auch ungeduldig.

Nachdem HACKNEYED sich ein wenig mehr Zeit beim Umbau gegönnt hatten als die Support-Acts, ging es los. Offiziell besteht die Band momentan nur noch aus drei Mitgliedern (Gesang, Schlagzeug, Lead-Gitarre) und so mussten zwei Session-Musiker mitreisen. Zwischen dem eingespielten Kern um die Brüder Tim und Devin Cox und den beiden “Externen” bestand an diesem Abend ein deutliches Gefälle, was sowohl Sicherheit am Instrument als auch Stage-Acting anging. Trotzdem waren auch die beiden Session-Musiker noch so gut und präsent, dass HACKNEYED die Support-Bands in den Schatten stellten.
Gerade wenn man das Alter der Jungs bedenkt, war die gebotene Show einfach umwerfend. Beim Songwriting sind HACKNEYED sicherlich alles andere als eine innovative Death-Metal-Band, aber live ist die Band eine Wucht. Über eine Stunde lang prügelten HACKNEYED das nun endlich erwachte Auricher Publikum durch das JUZ, es gab sogar Circle Pits und die Fans sangen mit, was Sänger Phil Mazal ansagte.

Mit rund 90 zahlenden Gästen war das Schlachtfest an diesem Abend zwar nicht brechend voll, aber es kam gute Stimmung auf und es wurde gut getrunken. Die Planungen für das Jubiläums-Event, das zehnte Schlachtfest in Aurich, laufen schon auf Hochtouren – wir werden wieder dabei sein.

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