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Reload Festival

01.04.2011: European Chainsaw Massacre Tour 2011, Oldenburg

4. Apr. 2011 | von

Dong Open Air

obituary-oldenburg-213x300Lange Zeit habe ich es noch für einen verfrühten Aprilscherz gehalten, aber es war Realität:  Die „European Chainsaw Massacre Tour 2011“ machte tatsächlich im Oldenburger Amadeus Halt!

Was sich für mich jedoch als Aprilscherz erwies war die angegebene Beginnzeit von 20.00 Uhr. Denn als ich um 20.10 Uhr im Amadeus ankam, war von der ersten Band des Abends, PATHOLOGY, leider nichts mehr zu sehen. Warum steht auf den Werbeflyern als Beginn 20 Uhr, wenn das Konzert dann schon früher losgeht?  Naja, die Leute, die PATHOLOGY trotzdem gesehen haben, berichteten mir, dass die US-Deather nur ein sehr kurzes Set gespielt haben (ca. 25 Minuten). Die Aussagen über den Auftritt pendelten zwischen „Hast nichts verpasst“  und „Sehr gut“.

Nun gut, nachdem ich mich mit Bier ausgestattet hatte, ging es ab in die erste Reihe und das Warten auf das erste Highlight des Abends ging los, denn GRAVE waren noch mit Umbau und Soundcheck beschäftigt. Bereits nach wenigen Tönen des Openers „Liberation“ vom aktuellen Album „Burial Ground“ brachten die ersten Leute in einen Zustand nahe der Ekstase. Der Sound war entgegen meiner vorherigen Befürchtungen wirklich gut und drückte gewaltig. Die Schweden waren gut drauf und lieferten einen sehr starken Auftritt. Songs wie „You’ll Never See“ , „Hating Life“ oder auch „Dismembered Mind“ wurden vom Publikum begeistert aufgenommen. Nach ca.  40 Minuten leiteten GRAVE dann bereits das Ende ihres Auftritts ein, aber dieses Ende hatte es nochmal in sich, denn die Band verabschiedete sich mit den zwei uralten Klassikern „Into the Grave“ und „Soulless“! Nach viel zu kurzen 45 Minuten verließen GRAVE dann die Bühne. Für mich hätten sie gerne noch weitermachen können und ich fragte mich, ob OBITUARY diesen Auftritt wohl toppen könnten.

Nach unendlich scheinenden 40 Minuten Umbaupause begannen dann endlich OBITUARY. Schon während der Umbaupause waren die ersten lautstarken „OBI! OBI! OBI!“-Rufe zu vernehmen. Die Vorfreude war also bei vielen groß. Und ab dem ersten Ton hatte die Band das Publikum fest im Griff und die Meute ging richtig mit. War das Publikum bei GRAVE lediglich nahe der Ekstase, so verfielen viele eben in diese Ekstase bei Songs wie „Chopped in a Half“, „Inside Out“ oder „On the Floor“. Mir persönlich war das schon zu viel Ekstase, so dass ich mich bereits nach wenigen Songs aus der ersten Reihe verabschiedete und mir einen Platz direkt neben der Bühne sicherte, von wo ich das Konzert auch weiterhin wunderbar verfolgen konnte. Nach ca. 50 Minuten verließ die Band die Bühne, ehe Donald Tardy auf die Bühne zurückkehrte, um ein Drum-Solo auf die Menge loszulassen. Als nächstes kam Ralph Santolla zurück auf die Bühne, um dem Publikum auch noch seine Gitarrekünste zu zeigen. Nunja, sowas ist bei Konzerten ja immer Geschmackssache, ich persönlich hätte da doch lieber einen oder zwei weitere Songs gehört, vor allem wenn man bedenkt, dass Songs wie „Redneck Stomp“ und „Find the Arise“ nicht auf der Setlist standen.  Mit „Slowly We Rot“ verabschiedeten sich OBITUARY dann endgültig und hinterließen fast ausschließlich erschöpfte, aber glückliche Gesichter, auch wenn sie es nach Meinung Vieler nicht geschafft haben, einen besseren Auftritt hinzulegen als GRAVE.

Insgesamt muss ich sagen, dass sich das Konzert mehr als gelohnt hat. Das Amadeus war sehr gut gefüllt und die Bands haben wirklich starke Shows hingelegt. Abgesehen von der verfehlten Zeitplanung  ein rundum gelungener Abend!

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